26. Januar 2020

AN DER SEA OF CORTEZ

What a Location!

Am Mittwoch, 22.1.2020 fuhren wir nach Lukeville, das an der mexikanischen Grenze liegt. Es herrschte kaum Verkehr. Durch eine enge Gasse mit Kameras auf beiden Seiten und Schikanen wurden wir zum Zollposten geführt. Ein Halt hier, ein Halt dort – bitte freundlich lächeln. Und dann stand da auch schon ein Schild mit der Botschaft: «Bienvenido en México».

So pingelig die Kontrollen sind, wenn man in die USA einreist, so lasch sind sie, wenn man ausreist. Man bekommt nicht einmal einen Ausgangsstempel in den Pass. Zur Sicherheit machte Brigitta eine Aufnahme vom Eingangsstempel der Zollbehörde Mexikos. So können wir beweisen, dass wir ausreisten falls wir nochmals in die USA einreisen, um von dort nach Australien zu verschiffen. (Die Verschiffung ab Mexico ist – wie wir erfahren haben – extrem kompliziert!)

Mexiko! Der Himmel war blau. Die Luft roch nach Asado, nach Bougainvilleas und Tortillas. Die Leute reden lauter und die Autos sind älter als in den USA. Alles war ein bisschen weniger sauber. Mexiko eben. Nachdem wir bei der Inmigracion die Tourist Card erhalten hatten, ging die Fahrt in Richtung Puerto Penasco weiter. Das war vor langer Zeit ein charmantes Hafenstädtchen; aber jetzt nehmen die Condominios und Hotels überhand. Kanadier und US-Amerikaner kaufen sich hier ein Plätzchen an der Wärme, um den Winter zuhause zu überbrücken!

Wir folgten der Küste und trafen gegen Abend auf einen schönen Übernachtungsplatz an der Sea of Cortez. (Nach dem spanischen Entdecker Hernan Cortéz benannt, der hier im 16. Jahrhundert sein Unwesen trieb.) Vier Schatten spendende Palapas und die Sicht aufs Meer luden zum Bleiben.

PS. Wir sichteten einen grossen Delfin-Schwarm, der an der Küste vorbeizog. Vielleicht wurden die Delfine von Brigittas Flötenspiel angezogen?