25. August 2018

Auf dem Weg nach Brasilien

Black Forest Cake made in Paraguay

Am Samstag, 18.8.2018, sagten wir im Hasta la Pasta adieu und nahmen Kurs in Richtung Punta del Este und brasilianische Grenze. Mit dabei hatten wir die neue Scheibe für die Beifahrerseite und die Solarzelle. Das Campingfenster hatte Brigitta bereits eigenhändig eingebaut – ohne meine Hilfe! Doch jetzt war Hilfe angesagt. Und die bekamen wir von Bruno, der mit Renate zusammen, ein Haus in der Nähe von Villarica gebaut hat.

Hier wohnen die beiden seit gut einem Jahr in der Nähe der Colonia Independencia, in einem wunderschönen Haus auf einem Gelände von 60’000 m2! Nein, das ist kein Verschreiber! In Paraguay kann man es sich leisten, so viel Land zu kaufen. Das taten die beiden nachdem sie vorher mit ihrem MAN-Wohnmobil über 17 Jahre durch die Welt gereist sind. Wir hatten die beiden bereits früher einmal besucht und freuten uns auf ein Wiedersehen. Das war umso freudiger, als wir hier auch auf Claudia und Uwe trafen, die wir letztes Jahr im Hasta la Pasta kennenlernten.

Am ersten Abend erzählten wir uns, was in der Zwischenzeit alles passiert ist. Erfahrungen und Geschichten wurden ausgetauscht. Es wurde viel gelacht, gut gegessen und getrunken. Das Beste aber folgte zum Schluss: eine 2,2 kg schwere Schwarzwälder-Torte, die ich in der Confiseria Aleman bei Erika persönlich kaufte! Mir lief schon das Wasser im Munde zusammen, als ich sie sah! Wie würde das erst beim Verspeisen sein! Es war himmlisch! Und das Beste war, dass die Torte so gross war, dass sie für zwei Abende reichen würde!

Am Sonntagmorgen, um 8.30 Uhr, stand Bruno unternehmungslustig mit Werkzeug neben unserem Auto. Und bevor wir uns versahen, war er an der Arbeit! Schlüssel wurden gedreht und Schraubenzieher in Stellung gebracht. Es sah nach Handwerk aus; und ich suchte das Weite! Eine Stunde später war die Scheibe eingesetzt. Und eine weitere Stunde später der Solar-Panel montiert. Bruno schaute sich nach mehr Arbeit um; doch mehr war nicht zu machen. Also konnten wir zum gemütlichen Teil übergehen. Um 15 Uhr servierte uns Renate und Claudia den Rest der Schwarzwälder-Torte mit einem feinen Bohnenkaffee. «Kaffee mit Kuchen» also – so wie man es in Deutschland kennt.

Ich überlegte mir; ob wir den Aufenthalt in Yvy Yvytu nicht verlängern sollten! Aber der Pantanal ruft! Dort gibt es Riesenotter, Brüllaffen, Ameisenbären, Jaguare und viel schöne bunte Vögel zu sehen!