10. Dezember 2018

AUF SHACKLETON’S SPUREN

Shackleton Walk from Fortuna Bay to Stromness Harbour

6.12.2018, an Bord der Ocean Adventurer; Süd-Atlantik: Sir Ernest Shackleton wird der Nachwelt als der Mann in Erinnerung bleiben, der seine Crew trotz misslichster Umstände zu retten wusste. Seine Antarktis-Expedition endete im November 1915 als die Endurance im Packeis steckenblieb, vom Eis zermalmt wurde und sank.

Shackleton rettete sich mit seinen Männern auf grosse, treibende Eisschollen bis er schlussendlich auf Elephant Island landete. Dort wurde ihm bald klar, dass er aktiv Hilfe suchen musste. Er segelte mit fünf Männern an Bord eines umgebauten Rettungsbootes runde 1’500 Kilometer durch den stürmischen Südatlantik nach South Georgia. Ohne Worsley, Kapitän der Endurance, der mit einem Sextanten umzugehen wusste und der mit an Bord war, wären die Männer wohl nie an ihr Ziel gelangt. Nach 17 Tagen erreichten sie South Georgia. Auf dieser Insel befanden sich damals Walfangstationen der Norweger; eine davon in Stromness. Das jedoch lag auf der anderen Seite der Insel, wo Shackleton mit seinen Männern anlandete. Um dorthin zu gelangen, mussten sie die Insel durchqueren und Gletscher übersteigen.

Das letzte (und einfachste) Teilstück ging als Shackleton Walk in das Ausflugsprogramm der Tour-Operator ein, die mit ihren Gästen in diese abgelegene Weltgegend fahren. Am 2.12.2018 wurden wir mit Zodiacs in der Fortuna Bay an Land gesetzt. Von dort aus wanderten wir auf Shackletons Spuren nach Stromness, wo wir vier Stunden später ankamen. Die Zodiacs brachten uns zum Schiff zurück, das in der Bucht vor Anker lag. Hier endete unser «Abenteuer». Im Gegensatz zu Shackletons epischer Reise wird es nicht in die Geschichte eingehen. Aber im Gegensatz zu ihm und seinen Männern wurde uns an Bord der Ocean Adventurer ein exzellentes Dinner mit Wein serviert…