1. September 2018

Ein Tapir zu Besuch

A close encounter!

Eigentlich wollten wir nur zwei Nächte auf dem Campingplatz am Rio da Prata verbringen. Doch daraus wurden schlussendlich sieben! Das lag nicht zuletzt auch daran, weil wir hier mit ein paar wenigen anderen Reisenden, die einzigen Gäste waren. Und weil der kristallklare Rio da Prata keine dreihundert Meter entfernt lag. Die Brasilianer liessen sich nicht blicken – für sie ist jetzt Winter und fürs Baden ist es viel zu kalt, auch wenn das Wasser angenehme 24° C hat!

Wir genossen diese Tage auch weil wir wussten, dass es im Pantanal nicht mehr oft möglich sein wird zu baden. Weiter im Norden sind die Flüsse braun und darin tummeln sich Kaimane, Wasserschweine, Riesenotter und Fische, die den Namen Piranha tragen. Also besser hier das Schwimmen und Baden geniessen. Morgens, um 9.30 Uhr, wenn wir zum ersten Mal ins Wasser stiegen, beäugten uns die Fische neugierig. Darunter befanden sich bis zu 40 cm lange Exemplare – sie leben noch, weil das Fischen hier verboten ist! Um 17 Uhr, eine Stunde vor Sonnenuntergang, machten wir jeweils den letzten Schwumm. Sobald die Sonne unterging wurde es angenehm kühl – für einen guten Schlaf war also gesorgt!

Eines Abends, als die Dämmerung bereits eingesetzt hatte, sassen wir auf unseren Campingstühlen und schlürften ein eiskaltes Brahma (brasilianisches Bier). Dann raschelte es im Unterholz! Wir glaubten unseren Augen nicht zu trauen, als ein grosser Tapir aus dem Gebüsch trat und auf uns zuhielt! Was für ein Erlebnis! Was für eine Überraschung! Seit Tagen ist Brigitta auf der Suche nach den grossen Ameisenbären, die im südlichen Pantanal auch vorkommen. Davon haben wir noch keinen zu Gesicht bekommen. Dafür einen Tapir!