25. März 2019

EINDRÜCKLICH SCHÖN: NP LOS ORGANOS

PN Los Organos, Zacatecas, Mexico

So gut uns Zacatecas auch gefiel: Wir freuten uns auf die Weiterreise, denn wir wussten, was auf uns wartet! Nur gute zweihundert Kilometer entfernt ist ein unglaublich schöner Nationalpark. Er heisst Los Organos. Organos bedeutet auf Spanisch auch Orgelpfeifen. Und genau so sehen die eindrücklichen Felsenpfeiler aus.

Die Fahrt führte uns durch eine trockene Hochebene auf rund 2’000 Metern. Die rote Erde sah fruchtbar aus. Dort, wo Wasser für die Bewässerung aus dem Boden gepumpt wird, ist es grün. Wir passierten riesige Pfirsich-Plantagen und – zu unserer Überraschung – auch Reben. Nur zu gerne hätten wir gewusst, was für Trauben hier wachsen. Doch wir bekamen ausser ein paar Traktorfahrern, die riesige Äcker pflügten, niemand zu Gesicht, den wir fragen konnten.

Dann erreichten wir Sombrerete, ein weiteres Puebla Magico. Diese Pueblos, meistens kleine Städtchen, erhalten diese Auszeichnung, weil sie ihre alte Bausubstanz erhalten. Hässliche Beton- oder Wellblechhütten sind hier nicht zu sehen. Dafür schöne Kirchen, schattige Plätze und ehrwürdige Gebäude. Nicht selten begegnet man auf den schmalen Strassen Vaqueros (Cowboys) auf Pferden. Oder das Pferd wird auf einem Anhänger von einem 4×4 gezogen. Pferde gehören hier schon fast zur Grundausrüstung eines Haushaltes.

Eine Stunde später erreichten wir den Nationalpark Los Organos. Die Zufahrt wurde unterdessen geteert und es gibt jetzt auch biologische Toiletten. Sonst jedoch sieht man der Natur – im Gegensatz zu uns – die zwölf Jahre nicht an, die seit dem ersten Besuch vergangen sind. Wir suchten uns ein schönes Plätzchen, zogen unsere Wanderschuhe an und machten uns auf die Socken die Umgebung zu erkunden. Sie war wunderschön! So schön, dass wir drei Tage blieben. Drei Tage wandern – so etwas machen wir nicht einmal in der Schweiz!