26. Juni 2018

Fondue in Paraguay

Fondue feast with friends

Am Nachmittag des 18.6.2018 überquerten wir bei Posadas, Argentinien, den Rio Paraná zum zweiten Mal auf dieser Reise. Auch dieses Mal standen wir in einer langen Autoschlange vor dem argentinischen Zoll. Zurzeit ist das Einkaufen auf der anderen Seite des Flusses, in Paraguay, für die Argentinier günstig. Wer in Posadas oder in der Nähe wohnt, der macht seine Einkäufe in Encarnación, auf der anderen Seite, in Paraguay. Oder er lässt seinen Tank dort füllen.

Das machten auch wir, nachdem wir im desolaten Zollgebäude unsere Pässe stempeln liessen. Ganz kurz kam auch hier die Rede auf den Fussball, doch da Paraguay nicht an der WM teilnimmt, hält sich das Interesse in Grenzen. Wir folgten für kurze Zeit dem breit dahinfliessenden Rio Paraná, bevor wir ins Innenland abbogen. Drei Stunden später trafen wir in Villarrica ein, in dessen Nähe Virgen Serrana liegt. Dort leben seit kurzem zwei Schweizer, Renate und Bruno, die wir an Weihnachten in der Nähe von Asunción kennengelernt haben. Sie haben mit ihrem MAN während 18 Jahren die Welt bereist und sich hier ein Haus bauen lassen. Schon damals, an Weihnachten, luden sie uns ein, sie zu besuchen, wenn das Haus steht.

Wir staunten, als wir sahen, was in der Zwischenzeit entstanden ist: ein wunderschönes Haus mit Swimming Pool auf 60’000 m2; ein Teil davon ist Wald. Auf dem Gelände gibt es auch einen schattigen Stellplatz. Dort parkierten wir Mahangu für die nächsten sieben Tage. Wir genossen die heisse Dusche am Morgen, nachmittags die Torten von Erika, einer deutschstämmigen Konditorin  und die guten Würste eines deutschen Metzgers am Abend. Doch das Beste folgte am zweitletzten Abend, als Renate für uns alle ein Fondue machte. Eines, das in der Schweiz nicht besser schmeckt! Dazu servierte ich einen Weisswein (kein Fendant!) und Bruno einen eisgekühlten Kirsch. Santé!