22. Juli 2018

Willkommen in Zürich

La vida es «Ragusa»

Am 19.7.2018, um 16 Uhr, trafen wir am Flughafen von Asunción ein. Vor dem Abfertigungsschalter der Air Europa drängten sich bereits die Passagiere. Das liess auf ein volles Flugzeug schliessen. Weshalb nicht ein Upgrade in die Business Class versuchen? Hinter der Theke stand eine sympathische Angestellte der Fluglinie. Ich packte mein bestes Spanisch hervor und fragte sie, ob ein Upgrade möglich sei und was der kostet. Daraufhin war sie geraume Weile mit der Rechenmaschine beschäftigt, was nichts Gutes erahnen liess. So war es dann auch: Ein Upgrade hätte uns US$ 2’000.— gekostet; das Ticket kostete US$ 1’500.–. Das wäre kein guter „Deal“! (Ich hasse dieses Wort seit es Donald Trump so oft braucht!)

So nahmen wir in der «Holzklasse» Platz; in einem Airbus A 300, der seine besten Zeiten hinter sich hatte. Vor uns lagen fast 12 Stunden Flug bis Madrid. Doch da es ein Nachtflug war, würden wir die meiste Zeit mit Schlafen verbringen. Um 18.30 Uhr hob die Maschine in den Nachthimmel ab, machte eine Schleife über Asunción und drehte dann in Richtung Osten ab. Wir flogen der Sonne entgegen und würden bis Zürich sechs Stunden Zeit gewinnen!

Als ich erwachte war es draussen bereits hell; wir flogen über die Kanarischen Inseln. Zwei Stunden später begann der Sinkflug auf Madrid, wo wir bei schönstem Sonnenschein landeten. Dort hatten wir drei Stunden Aufenthalt bevor wir an Bord einer Embraer 200 stiegen, die uns in knapp zwei Stunden nach Zürich brachte. Einmal mehr staunten wir beim Anflug, wie grün sich die Schweiz aus der Vogelschau präsentiert. Zwischendurch blinzelte ein See, dann wieder Wälder und Felder.

Und dann begann auch schon der Sinkflug. Einmal am Boden dauerte es geraume Weile, bis sich die Türen des Flugzeugs öffneten und wir mit einem Bus zur Ankunftshalle gefahren wurden. Wir behändigten unser Gepäck und stiessen die beiden Trolleys zum Ausgang. Dort wurden wir von Claudia und Dany begrüsst – zwei Traveller, die mit uns auf der Grande Amburgo waren, als wir von Hamburg nach Montevideo verschifften. Das dauerte damals 34 Tage; und jetzt waren wir gerade mal 24 Stunden unterwegs gewesen! Was für ein Wiedersehen! Er wurde versüsst durch vier Ragusa-Stengel – siehe Bild! (Wer nicht weiss, was Ragusa ist, hat etwas verpasst in seinem Leben!) Als Krönung schenkten uns die beiden auch noch eine Fonduemischung. So macht ein Besuch in der Schweiz Spass!