20. März 2019

ZACATECAS: SILBERSTADT AUF 2’430 müM

Birds Eye of Zacatecas, Mexico

Zacatecas, oder ZAC, wie die Einheimischen es nennen, ist nicht von ungefähr eine World Heritage Site. Die Stadt wurde 1548 von den Spaniern gegründet und ist die nördlichste der Silberstädte. Bekannt für ihr Silber war die Stad bereits vor der Ankunft der Spanier. Die Kolonialherren starteten bald nach ihrer Ankunft mit der Silberproduktion. Tausende von Indios wurden von den Spaniern zur Arbeit in den Minen gezwungen. Und viele von ihnen starben. Wenn nicht an Unterernährung dann aufgrund der Staublunge. (Ich frage mich, ob sich die katholischen Prälaten, die sich ein silbernes Kreuz umhängten, dessen bewusst waren!)

Vom Elend der Sklavenarbeiter ist nichts mehr zu spüren, wenn man die älteste Silbermine, El Eden, die von 1586 – 1960 in Betrieb war, heutzutage besucht. Wir fuhren mit dem Lift zweihundert Meter in die Tiefe. Und hier schauten wir nochmals ein paar hundert Meter in die Tiefe auf Wasser – die Mine ist ein wahres Labyrinth und wurde nach ihrer Aufgabe zum Teil geflutet.

Doch die Stadt hat mehr zu bieten als ihre Vergangenheit als Silberstadt. Da sind zum einem die vielen ausgezeichneten Museen, denen wir einen Besuch abstatteten. Streift man durch die Altstadt, dann stechen einem die vielen Kirchen in die Augen. Eine schöner und prachtvoller als die andere. Hinter der Stadt erhebt sich der Cerro de la Bufa, ein Felshügel, der die Stadt überragt. Von dort oben hatten wir einen fantastischen Ausblick auf die Stadt, die sich unter uns ausbreitete. Von hier oben startet auch die Seilbahn. (Die alte stammte von Garaventa, einer Schweizer Firma, die neue, kommt aus Frankreich.) Wir schwebten über Zacatecas in die Tiefe und bewunderten diese faszinierende Stadt aus der Vogelperspektive. La vida es chula!