23. Juni 2020

DIE TEMPERATUR STEIGT UND STEIGT…

Not a «cool» Time anymore!

Ich erinnere mich an die Zeit, als wir auf dem Altiplano, auf über 3’500 Metern, froren. Damals, es war im Frühjahr 2017, stiegen wir mit langer Unterwäsche und Wollsocken in unsere Schlafsäcke. Doch wenn die Füsse einmal kalt sind, dann werden sie kaum mehr warm. (Die Standheizung funktionierte auf dieser Höhe nicht mehr!) Morgens stiegen wir in unsere eiskalten Kleider, tranken einen heissen Kaffee und warteten sehnsüchtig darauf, dass uns die ersten Sonnenstrahlen wärmen…

Kühl war es auch im Norden Kanadas, in den Northern Territories, oberhalb des Polarkreises. Dort allerdings waren wir besser ausgerüstet, um uns gegen die Kälte zu wappnen. Brigitta hatte mir eine Pelzmütze aus Bisonfell genäht und für sich ein paar Bettfinken aus dem gleichen Material. Hand- und Fusswärmer, die wir in die Socken stopften, sorgten dafür, dass wir nachtsüber warme Füsse behielten.

Jetzt, während der Sommerzeit, in Mexiko, denken wir oft an diese «coole» Zeit zurück. Wenn das Thermometer tagsüber auf über 40° C steigt und nachts nicht unter 30° C sinkt, dann wünscht man sich nur eines: Tiefere Temperaturen. Aber so tief wie auf dem Altiplano müssen sie nicht sein!

PS. Jetzt gibt es oft heftige Gewitter, die die Temperatur kurzfristig senken. Damit ist es allerdings bereits am nächsten Morgen vorbei, wenn es nicht nur heiss, sondern schwül-heiss wird…