24. Januar 2018

Ein Abstecher zur Laguna Verde

Laguna Verde, Argentina

Die Provinz Neuquen hat den Naturfreuden viel zu bieten. Unter anderem viele kleine und grössere Seen, die eingebettet in die Landschaft oder in erloschenen Vulkanen liegen. Und deren Wasser so klar und rein ist, dass man es als Trinkwasser brauchen kann. Diese Gegend ist auch für die Fliegen- und andere Fischer ein wahres Paradies. Doch auch ohne Angel und Haken fühlten wir uns hier sehr wohl.

Von Aluminé machten wir einen Abstecher entlang des Rio Pulmari, wo wir eine Nacht am rauschenden Fluss verbrachten. Am nächsten Morgen ging’s dem Fluss entlang bergwärts – wir befanden uns hier in rund 1’800 m.ü.M. zum Lago Rucachoroy, der im Parque National Lanin liegt. Das hier ist Mapuche-Land; das Land der Ureinwohner. Mapuche bedeutet „Das Land der Menschen“ und damit sind die Mapuches gemeint, denen heute wieder weite Teile ihres ehemaligen Landes zurückgegeben werden. (Ähnliches geschieht in Australien mit den Aborigines.)

Enrique, der Mapuche-Ranger, der hier als Parkwächter wirkt, empfahl uns am nächsten Tag zur Lagune Verde hochzusteigen. Es soll ein steiler Anstieg, doch die Mühe wert sein. «Serià allà entre 10 y 11 de la mañana, porque el luz esta perfecto para sacar fotos“ gab er uns noch mit auf den Weg, als wir zu unserem Camp am Fluss fuhren. Der war so schön, dass wir trotz der Wassertemperatur (16° C) ein Bad nahmen, um uns den Staub vom Leib zu waschen. (Wir fahren seit Tagen über staubige Pisten und sind abends mit puderfeinem Staub überzogen!)

Am nächsten Morgen dann der Aufstieg zur Laguna Verde. Er war steil, sehr steil und ein paar Mal dachte ich ans Umkehren. Doch als wir nach 1 1/4 Stunden an der Lagune standen, waren die Mühen des Aufstiegs, der uns durch einen märchenhaften Araukarien-Wald führte, vergessen. Wir schauten ins kristallklare Wasser in dem Forellen schwammen und genossen die absolute Stille. La vida es chula!