24. Juni 2019

LOVE IS IN THE BEAR

Love is for the Bear!

Leser dieser Kolumne wissen unterdessen, dass ich Bier nicht ungern habe. Liegt eine Brauerei an unserem Wegesrand, dann ist ein Abstecher dorthin die Regel und nicht die Ausnahme. Heute jedoch geht es nicht um Bier, sondern um Bear! Also um Bären.

Von Weybridge, wo wir die Morgan-Pferdezucht besichtigten, war es nur ein Bärensprung nach Shelburne, wo Teddy-Bären zur Welt kommen. Hier werden seit 1983 amerikanische Teddybären hergestellt. Trumps Idee «Make America great again» hat hier ihren Ursprung! Es war im Jahre 1983 als John Sortino, der Gründer der Firma, seinem Sohn einen Teddy-Bär kaufen wollte. Er stellte jedoch fest, dass die entweder in Deutschland, oder, noch schlimmer, in China produziert werden. Also nähte er seinem Jungen einen Teddy Bär «made in USA». Und damit begann alles. Heute werden in der Vermont Teddy Bear Factory in der Vorweihnachts-Zeit pro Tag 1’500 Teddybären hergestellt und in alle Welt versandt. Während dieser Zeit arbeiten vierhundert Angestellte in zwei Schichten.

Jim, ein über sechzig Jahre alter Angestellter, führte uns mit Eltern und ihren Kindern während einer halben Stunde mit viel Fachwissen und Humor durch die Produktion. Gegen das Ende der Führung kamen wir zum «Spital», wo Teddybären, denen etwas zugestossen ist, wieder gesund gepflegt und danach zu ihren Besitzern geschickt werden. In einer Kartonschachtel mit Löchern, damit der Bär auch genug Luft hat!

Am Schluss der Führung standen wir im Laden, wo es Teddybären für alle Lebenslagen zu kaufen gibt: Astronauten-Bären, Arzt-Bären, Verliebt-Sein-Bären und Bären so gross wie kleine Menschen. Und so einen wollte Brigitta mitnehmen! Doch wohin damit?

PS. Zum Trost machten wir dieses Selfie, damit Brigitta ihren grossen Bären nie vergisst!