27. Juni 2019

MAINE VON SEINER SCHÖNSTEN SEITE

Goodbye Maine, goodbye USA

Wir waren auf dem Weg nach Calais, das an der Grenze zwischen den USA und Kanada liegt. Doch es war ein wunderschöner Morgen und das nahe Meer lockte uns mehr als diese Stadt. Zudem, das wussten wir, können wir weder Gemüse noch Früchte nach Kanada importieren. Besser also, wir vertilgen diese Vorräte bevor wir das Land wechseln.

So beschlossen wir eine weitere Nacht in Maine zu verbringen. Hier oben, im Norden, zeigte sich dieser Staat von seiner schönsten Seite. Brigitta lotste mich in Richtung Eastport, das östlichste Dorf auf dem Boden der USA. Es war ein guter Entscheid wie wir bald feststellten. Die Strasse führte wie eine Schneise durch dichten Wald, der mit Birken, Ahorn und Tannen bestanden ist. (Wir konnten uns gut vorstellen, wie es hier zurzeit des Indian Summer aussehen muss!) Ein White Tail Deer sprang aus dem Gebüsch und verschwand im Wald. Kurz darauf wieselte ein Eichhörnchen und dann ein Chipmunk über den Asphalt. Es sah aus, als ob die Tiere testen wollten, ob ich am Steuer aufmerksam bin.

Und dann tauchte der blaue Atlantik vor uns auf. Wir bogen zur Küste ab und stiessen zehn Minuten später auf einen Campingplatz, wie er schöner nicht liegen kann. Rundum Sicht auf das Meer und die Buchten, die bei Ebbe trocken liegen. Der Entscheid eine Nacht zu bleiben fiel uns nicht schwer, auch wenn das US$ 35.— kostet. (Wir bezahlen gleich viel wie unsere Nachbarn mit 40 Fuss langen und 15 Tonnen schweren RV’s!) Doch die Tatsache, dass wir in der Bucht Minkie Wales, Delphine und Robben sehen, wiegt den Preis längstens auf. Und einen Fischadler, der von einer Tanne stolz auf uns hinunterschaute, bekamen wir auch noch zu sehen!  Was will man mehr?