8. Juni 2020

IN MEXIKO GESTRANDET…

Enjoying a Night Cap!

Wir sind nun seit bald drei Jahren unterwegs und haben uns längstens an das Reiseleben gewöhnt. Der Verzicht auf Luxus fällt leicht, wenn man ihn gegen schöne Landschaften und Erlebnisse eintauscht! Doch was ist Luxus? Für uns ist das eine Dusche; und die geniessen wir zurzeit. Vor vier Wochen hat Roberto Regaderos (Duschen) installiert. Nach einem morgendlichen Bad im rund 40° C warmen Wasser, stehen wir gerne darunter, um uns zu erfrischen. Und abends schwemmen wir uns Staub und Schweiss vom Leib. (Zurzeit bewegt sich die Temperatur tagsüber um 40° C, fast dreissig Grad mehr als wir letzten Sommer im Norden Kanadas hatten…)

Das Virus hat uns in Mexiko zu einer «Notlandung» und einem längeren Aufenthalt gezwungen. Doch Langeweile kommt nicht auf. Brigitta schneidet zurzeit den Hochzeitsfilm von Namibia, wo wir uns vor bald zwanzig Jahre das Ja-Wort gaben. Sie spielt Indianderflöte oder mit den Katzen, flickt dies und das oder stopft ein Loch im Moskitonetz. (Moskitos plagen uns zurzeit kaum, doch das kann sich in der Regenzeit, die kurz bevorsteht, ändern.)

Tagsüber beobachten wir die Vögel mit unseren Ferngläsern. Ich mache die Wäsche, wasche ab, schreibe Posts und halte das Tagebuch à jour – einfach nichts mit Werkzeugen! Ist die Arbeit beendet, dann lesen wir. Sind wir müde, dann legen wir uns in die Hängematten und schaukeln im Schatten der Bäume hin und her. Abends sitzen wir im Kerzenschein am Tisch und geniessen einen «Absacker» – zurzeit ist es ein Gläschen Rum aus Guatemala…

PS: Wenn wir lesen, was in der Schweiz nach der Corona-Hysterie als «neue Normalität» gilt, dann schätzen wir uns hier noch glücklicher. Das Virus hat einen grossen Bogen um uns gemacht; oder wir um ihn…