26. Mai 2019

1’200 KILOMETER SÜDWÄRTS

It's time to head south!

Nach über einer Woche Schnee, Kälte und Regen in Wyoming und South Dakota hatten wir die Nase gestrichen voll. Wenn man Ende Mai noch lange Unterhosen tragen muss, dann macht das keinen Spass. Und die Black Hills, die bei schönem Wetter wunderschön sind, wirken auch nur halb so schön, wenn es grau, nass und kalt ist. (Einmal mehr bewahrheitet sich mein Lebensmotto: «Es ist schöner, wenn es schön ist»!) 

Sturgis, eine Kleinstadt in South Dakota, am Fusse der Black Hills, diente uns als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung. So auch zum Mt. Rushmore, der nur eine Stunde weit entfernt liegt. Doch wir waren immer wieder froh, nach Sturgis zurückkehren zu können. Dort gibt es ein Community Center, das über ein Schwimmbad und einen Whirlpool mit 40° heissem Wasser verfügt. Und eine kleine Sauna! Das war der Ort, wo wir unsere durchfrorenen Körper jeweils wieder auf Betriebstemperatur brachten.

Als am 21. Mai wieder dicke Flocken vom Himmel fielen und in den TV-Wetternachrichten von Hurricans die Rede war, hatten wir genug. Ein Blick auf unsere Wetter App zeigte, dass in Kentucky und Tennessee die Sonne scheint und die Temperaturen im Bereich von 30° C liegen. Also nichts wie hin!

Drei Tage und runde 1’200 Kilometer später erreichten wir Arkansas. Wir hatten auf der Fahrt, die uns durch Nebraska, Kansas und Missouri führte, beschlossen, einen Bogen durch Arkansas zu schlagen, das den Beinamen Natural State trägt. Dieser Staat reizt uns auch deshalb, weil in Little Rock, der Geburtsort des 42. US-Präsidenten liegt. Er heisst William J. Clinton; besser bekannt unter dem Namen Bill. Er und seine Bibliothek sind diesen Abstecher wert bevor wir dorthin fahren, wo es gute Musik zu hören gibt und die Heimat von Jack Daniel’s ist: Tennessee!