17. Oktober 2019

IN DEN STEEN MOUNTAINS

Birds View

In Oregon haben wir in der Zwischenzeit bereits einige Highlights gesehen. Der Crater Lake war eines davon. Wir freuten uns auf das, was uns weiter südöstlich noch erwarten würde. Das war die Richtung, die wir einschlagen, wenn wir nach Salt Lake City wollen. Und das war der Plan.

Die Strecke führte uns durch den Ochocco- und Malheur-Forest. Während Stunden fuhren wir durch Kiefernwälder, in denen Oregon Pine kerzengerade und bis zu dreissig Meter hoch in den Himmel wachsen. Und dann, urplötzlich, war der Wald zu Ende und machte der Prärie Platz, die sich bis an den Horizont ausdehnte. Es war, als ob wir auf ein gelbes, wogendes Meer blickten.

In Burns machten wir einen kurzen Zwischenhalt, gönnten uns ein Steak und fuhren weiter südwärts. In The Narrows gibt es einen RV-Park, der uns das bot, was wir dringend brauchten: Eine Dusche und Waschmaschine. Frisch geduscht und gekleidet erkundeten wir danach die Gegend, die von Vulkanen und Lavafeldern gezeichnet ist. Im schönstem Abendlicht fuhren wir zurück zum Campingplatz und verbrachten dort eine kalte Nacht. (Siehe Post: Kalt, Kälter, Eiskalt)

Unser Ziel am nächsten Morgen waren die Steen Mountains. Eine Naturstrasse führt mehr als hundert Kilometer durch eine faszinierend schöne Landschaft. Sie schlängelt sich an kleinen Seen und Bächen vorbei und steigt von 1’500 auf fast 3’000 Meter. Einmal mehr bekamen wir an diesem Tag Schnee zu sehen.

PS: Das Beste folgte zum Schluss, als wir auf eine Herde Wildpferde stiessen, die auf dem Weg zur Wasserstelle waren. Fast wie in Afrika!

(Geschrieben in Salt Lake City, Utah)