3. September 2019

TUK: END OF THE ROAD

Tuktoyaktuk: End of the Road!

Inuvik hatten wir rasch gesehen! Die Iglu-Kirche, die gleich heisst wie die Notre Dame in Paris, war etwas vom Schöneren. Auffallend waren die neuen Firmengebäude wie dasjenige von Schlumberger, eine Firma, die mit Erdöl-Exploration zu tun hat. Auf der Tourist Information erkundigten wir uns nach den Möglichkeiten für einen Rundflug mit einem Wasserflugzeug. Der fiel in Ermangelung eines solchen Fluggeräts ins Wasser. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Am Morgen des 2.9.2019 nahmen wir die letzten 148 Kilometer zum Arktischen Ozean in Angriff. Um das Schmelzen des Permafrosts zu verhindern, wurde der Highway auf dem Trassee durchgehend 1.8 Meter höher gelegt. Die Erdstrasse führte uns durch eine mit Seen gesprenkelte Tundra. Bäume sind in diesen hohen Breitengraden nur noch selten zu sehen.

Zweieinhalb Stunden später erreichten wir Tuktoyaktuk (Tuk) an der Beaufort Sea, die Teil des Arktischen Ozeans ist. Es war ein sehr spezielles Gefühl hier oben anzukommen. Vor zehn Tagen hatten wir Edmonton verlassen und seither 3’300 Kilometer zurückgelegt. Ein grosser Teil davon auf Naturstrassen. Unglaublich, wo Mahangu uns schon überall hin- und auch wieder zurückgebracht hat! Wir genossen diesen einmaligen Moment und machten Film- und Fotoaufnahmen.

Wir hatten geplant, die Nacht in Tuk zu verbringen. Doch was wir sahen, liess Inuvik schön erscheinen. Nach einer «Rundfahrt» durch ein von Schrott verun-staltetes Dorf mit knapp vierhundert Einwohnern, fuhren wir im schönsten Abendlicht nach Inuvik zurück. Der Abend war noch lang, denn hier geht die Sonne erst um 22.30 Uhr unter! (Wir mussten die Uhren in den Northwest Territorien nochmals eine Stunde vorstellen.)

PS: Der Bau der Pipeline an die Beaufort-See ist zurzeit «on hold». Doch das wird sich mit steigenden Erdölpreisen und der aktueller werdenden Nordwest-Passage ändern. Die Rede ist bereits von einem Tiefsee-Hafen in Tuk!